Wo steht die Stadt Eutin im Klimaschutz im Vergleich zu anderen Kommunen? Nach fünf Jahren Stillstand im Umweltschutz voraussichtlich nicht weit vorne, aber ein Mitmachen am Wettbewerb Klimaschutzkommune würde Handlungsmöglichkeiten aufzeigen. Deshalb haben Jürgen Stange und Henning v. Schöning am 21. Oktober 2008 den folgenden Antrag gestellt:

Grüne für Teilnahme am Wettbewerb Klimaschutzkommune

Der Bau- und Entwässerungsausschuss möge beschließen:

  1. Die Stadt Eutin beteiligt sich am Wettbewerb „Klimaschutzkommune 2009“.
  2. An die Ausschussmitglieder wird jeweils eine Ablichtung des Fragebogens versandt, so wie ihn die Verwaltung zwecks Teilnahme ausgefüllt hat.
  3. Die Ausschussmitglieder werden über das Abschneiden der Stadt Eutin im Wettbewerb informiert.

Erläuterung:

Der Wettbewerb „Klimaschutzkommune 2009“ richtet sich an Gemeinden und kleinere Städte. Der Schirmherr ist der Kieler Klimaforscher Prof. Dr. Mojib Latif. Die federführenden Organisationen des Wettbewerbs sind die Deutsche Umwelthilfe e. V. und der Deutsche Städte- und Gemeindebund. Nähere Informationen stehen auf den Webseiten der Deutschen Umwelthilfe unter www.duh.de/klimakommune.html.

Es gibt zwei Teilnehmerklassen, nämlich die Kommunen unter 5.000 Einwohnern und die Kommunen mit 5.000 bis 20.000 Einwohnern. Eine Veröffentlichung im Internet erfolgt lediglich über die jeweils besten zehn Kommunen aus den beiden Teilnehmerklassen. Daher müssen die anderen teilnehmenden Kommunen keinen Imageschaden aus dem Umstand fürchten, dass ihr mäßiges Abschneiden im Wett­bewerb bundesweit publik wird.

Die Entscheider in den teilnehmenden Kommunen erhalten mit dem Ergebnis aus dem Wettbewerb nicht nur eine Information, wo ihre Kommune im Vergleich steht. Der Fragebogen an sich bietet schon einen guten Überblick über die kommunalen Handlungsmöglichkeiten im Klimaschutz und (so er gewissenhaft ausgefüllt worden ist) auch über das, was an Klimaschutzmaßnahmen bereits erfolgt ist bzw. noch erfolgen kann.

Vom Grundsatz abgesehen, dass unterlassener Klimaschutz der Menschheit teurer zu stehen kommen wird als die teilweise zunächst kostspieligen Klimaschutzmaßnahmen, sei auf folgendes hingewiesen: Maßnahmen zur Energieeinsparung an öffentlichen Gebäuden und am Fuhrpark der Stadt führen direkt zu einer Entlastung des städtischen Haushalts. Auch der Bau und die Unterhaltung der Infrastruktur für den motorisierten Individualverkehr kostet viel Geld - Kosten, die durch Verkehrsvermeidung und durch Verkehrsverlagerung auf andere Mobilitätsformen verringert werden können.

Ergebnis:

Dieser Antrag ist am 20. November 2008 im Bau- und Entwässerungsausschuss behandelt worden, nachdem zuvor die Erstellung eines Klimaschutzkonzepts beschlossen worden ist. Die Vorarbeiten dafür müssen noch bis Weihnachten 2008 erfolgen, weshalb wir diesen Antrag zur Entlastung der Stadtverwaltung zurückgezogen haben. Im September 2009 werden wir aber einen Antrag auf Teilnahme am Wettbewerb „Klimaschutzkommune 2010“ stellen. Die meisten Daten zum Ausfüllen des Fragebogens werden bis dahin im Zuge der Erstellung des Klimaschutzkonzepts ohnehin erhoben worden sein, so dass die Teilnahme am Wettbewerb dann für die Verwaltung kein Problem mehr sein dürfte.
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