Zur Sitzung des Ausschusses für Kultur und Tourismus am 14. Januar 2009 hat Monika Obieray einen Antrag gestellt. Dazu hat sie am 12. Januar diese Stellungnahme verfasst:

Profil Eutins als Opern- und Bluesstadt schärfen

Die Eutiner Grünen möchten Eutins Ruf als Bluesstadt ausbauen. Dafür sollen die städtischen Fördermittel aufgestockt und auf den Ausbau sowie die Qualitätssicherung von zukünftig zwei großen Bluesveranstaltungen konzentriert werden: Das internationale Bluesfest im Mai und die neue Großveranstaltung German and Baltic Blues Challenge im Herbst.

Eutin hat in den letzten Jahren eine Identität als Bluesstadt entwickelt, die seinen Ruf als Opern-Festspielstadt gut ergänzt. Die Klassikfans kommen zur Sommeroper und das Bluespublikum im Frühjahr und im Herbst. Das passt.

Zur Sicherung eines angemessenen Qualitätsstandards der Blues-Veranstaltungen müssen Bühne und Backstage-Bereich vernünftigen Ansprüchen der Künstlerinnen und Künstler entsprechen. Deshalb schlagen die Grünen vor, die städtischen Fördermittel umzuschichten. Die Mittel, die bisher an das Kleinkunstfest gingen, sollten für das Bluesfest umgewidmet werden. Das so genannte Kleinkunstfest wird seinem Namen schon länger nicht mehr gerecht. Es ist überwiegend kommerziell ausgerichtet und trägt nicht zur positiven Identitätsbildung der Stadt bei.

Zusätzlich werden die Grünen auf der Sitzung des Kulturausschusses am 14. Januar vorschlagen, die neue Herbstveranstaltung German and Baltic Blues Challenge nicht wie vom Veranstalter beantragt, mit 10.000 Euro zu fördern, sondern eine Anschubfinanzierung von 5000 Euro zu bewilligen. Die angespannte Finanzlage der Stadt ermöglicht keinen Ausgabenposten, der von Null auf 10.000 hochgefahren wird. Die Grünen bitten jedoch die Unternehmen aus der Stadt und ihrer Umgebung, sich darüber bewusst zu werden, wie sehr sie schon jetzt vom Image Eutins als Opern- und Bluesstadt profitieren. Mit diesem Imagefaktor könnte Eutin noch mehr von sich reden machen. Daher wäre eine stärkere Unterstützung der Veranstalter mit ihrem viel versprechenden Konzept durch Sponsoren wünschenswert.

Das Leitbild unternehmerischen Handelns dürfen nicht einige Banken und Automobilkonzerne sein, die in schlechten Zeiten nach Finanzspritzen eines starken Staates rufen und in guten Zeiten von ihren Gewinnen nichts abzugeben bereit sind. Für die Grünen ist es ein gutes Zeichen, dass die Bürger solchen Unternehmen als Kunden den Rücken kehren und stattdessen positiv auf Unternehmen eingestimmt sind, die in sozialer, ökologischer und kultureller Hinsicht Verantwortung für das Gemeinwesen übernehmen.

Unser Ansinnen, die Kulturförderung auf die Opernspiele und die Blues-Events zu konzentrieren, ist vom Kulturausschuss unterstützt worden - sogar mehr als uns lieb war: Für die Veranstaltung German and Baltic Blues Challenge sind 10.000 statt der von uns favoritisierten 5000 Euro bewilligt worden. Für die Koordination der Weber-Tage war dann leider kein Geld mehr da.

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Auf der Sitzung des Ausschusses für Kultur und Tourismus am 14. Januar 2009 hat Monika Obieray einen Antrag vorgestellt, der auf der folgenden Sitzung am 18. Februar zur Entscheidung anstand:

Die Zukunft der Eutiner Spielstätten sichern

Für die Schlossterrassen, die Tribüne und Bühne der Festspiele Eutin und für die Opernscheune wird eine Machbarkeitsstudie erstellt.

Die Studie soll beinhalten:

  1. ein Sanierungs- und Modernisierungskonzept mit Finanzierungsempfehlungen
  2. ein Betreiberkonzept für alle drei Spielstätten

Ziel der Studie soll sein:

  • die Infrastruktur der Festspiele Eutin sicher zu stellen,
  • die Qualität der Spielstätten unter Berücksichtigung der Belange des Denkmalschutzes für Veranstaltungen aller Art dauerhaft zu garantieren,
  • Möglichkeiten für den professionellen Betrieb der Spielstätten aufzuzeigen,
  • die Stadt Eutin weitestgehend von zusätzlichen finanziellen Belastungen frei zu halten.

Die Studie soll zum Ende des Jahres 2009 vorliegen.

Begründung:

Die Stadt Eutin hat ein Stadtentwicklungskonzept (ISEK) in Auftrag gegeben und ist am Tourismusprojekt der Pilotregion Holsteinische Schweiz beteiligt. Beide Konzepte sind aber nicht so ausgerichtet, dass die Zukunft der wichtigsten Spielstätten Eutins konkret und im Detail in den Blick genommen werden können. Das Land hat signalisiert, dass eine Machbarkeitsstudie parallel zu ISEK in Auftrag gegeben und gefördert werden kann.

Diese Machbarkeitsstudie ist dringlich und zwingend, damit die Stadt Eutin Klarheit darüber gewinnt, wie die Zukunft der wichtigsten Spielstätten gesichert und vor allem dauerhaft finanziert werden kann. Die Studie muss bis Ende 2009 vorliegen, weil die Zukunft der Festspiele nur für die beiden nächsten Spielzeiten gesichert ist. Im Frühjahr 2010 muss auf der Basis von konkreten Fakten und fundierten Empfehlungen entschieden werden können, in welcher Form die Stadt Eutin sich weiter engagieren kann.

Am 18. Februar wurde im Ausschuss für Kultur und Tourismus einstimmig beschlossen, dass die Verwaltung erst einmal zusammenstellt, was es an Überlegungen schon gegeben hat und was konkret im Rahmen einer Machbarkeitsstudie geprüft werden muss.

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