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Grüne in Eutin. Jetzt. Für Morgen. |
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Am 18. Mai 2009 wurde der Erkundungspfad des Vereins Erlebnis Natur e. V. (ErNa) eröffnet. Dabei hat Monika Obieray die folgende Rede gehalten:Den Kindern ein Stück Erfahrungswelt zurück geben |
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Ich war neugierig und habe nicht bis heute gewartet, sondern das Gebiet, vor dem wir jetzt stehen, schon mal allein erkundet. Und ich kann den Rundgang nur empfehlen. Was man sieht, ist abwechslungsreich, viel Erleben auf kleinem Raum, alle Stationen sind sorgfältig aufbereitet und liebevoll hergerichtet. Und sie sind noch so neu, dass man fast Angst hat, sie betreten zu lassen, damit nichts kaputt geht. Bitte erlauben Sie mir an dieser Stelle eine nachdenkliche Bemerkung: ErNaTour unternimmt es, den Kindern ein Stück Erfahrungswelt zurück zu geben, das ihnen durch die West- und Kerntangente genommen worden ist. Bisher haben die Kinder, die hier wohnen, nachmittags ohne störende Erwachsene ihre Welt erkundet, Höhlen und Baumhäuser gebaut sowie Frösche und Schafe aus nächster Nähe kennen gelernt.
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Jetzt ist eine Erlebnislandschaft eingerichtet worden, die mehr sein will, nämlich auch noch natur- und landschaftskundliches Wissen vermitteln und damit die Achtung vor dem Wert der Natur. Dies können Kinder aber erst erleben, wenn sie die Straße überquert haben, denn: Die Schöpfung ErNa ist eine Insel. Ich glaube, als Stadtvertreter sollten wir uns ab heute mit verantwortlich dafür fühlen, dass dies kleine Paradies nach der Eröffnung der Straße für jüngere Kinder gefahrlos zugänglich sein wird, dass Frösche und Vögel trotz Autolärms noch zu hören sein werden und dass die Stationen von Vandalismus verschont bleiben. Abschließend noch ein Wort zu Ihnen, Herr Dr. Sach. Es ist schon Jahre her, da haben wir Grüne einmal einen Rundgang durch dies Gebiet mit Ihnen gemacht. Damals hatten Sie Ihre Vision schon ganz klar vor Augen. Es hat sicher viel länger gedauert, als Sie damals hofften, aber Sie haben es erreicht. Ich finde Ihre Ausdauer bewundernswert. Sie können Straßenbau nicht stoppen, aber Sie haben in Eutin in den vergangenen Jahren unglaublich viel dafür getan, dass Kindern das Naturerleben nahe gebracht werden kann. Das ist ein ganz großes Verdienst und dafür danken wir Ihnen herzlich. |
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Am 15. Juni 2009 wurde die Kerntangente eröffnet. Bald zeigten sich dabei Fehlplanungen. Dazu hat Henning von Schöning am 24. Juni 2009 die folgende Pressemitteilung geschrieben:Tempo 50 auf der kurvigen Kerntangente |
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Die Ausschilderung für Tempo 70 auf der kurvigen Kerntangente führte auch bei den Eutiner Bündnis-Grünen zu Unverständnis und zu Diskussionen, was sie dagegen tun können. Eine besondere Ignoranz haben die Verkehrsplaner bei der Fußgängerampel für den Überweg zwischen der Gustav-Peters-Grundschule und dem Naturerlebnisraum in der Vogelbergniederung an den Tag gelegt. Diese liegt von der Westtangente aus gesehen gleich hinter einer Kurve. Autofahrer, die mit 70 Sachen um diese Kurve auf die Fußgängerampel zugebraust kommen, müssen schon sehr aufmerksam sein und stark bremsen, wenn die Ampel für die Autofahrer Rot und für die Fußgänger Grün zeigt. Sonst bekommen sie ihr Auto nicht rechtzeitig vor der Ampel zum Stehen, was tragische Unfälle wahrscheinlich macht. Die Eutiner Grünen begrüßen ausdrücklich die Stellungnahme des CDU-Stadtvertreters Gerd Freese, der als stellvertretender Vorsitzender des Bauausschusses schon mehrfach für eine menschen- und umweltgerechte Verkehrsplanung zugänglich war. Auf die weitere Zusammenarbeit mit solchen CDU-Leuten freuen wir uns, bemerkt Henning von Schöning. Auch dem Antrag der Eutiner SPD sehen die Grünen mit Wohlwollen entgegen. |
Verärgert sind die Eutiner Grünen jedoch zum wiederholten Male über die Verkehrsbehörde in der CDU-geführten Kreisverwaltung. Mit seiner zynischen Bemerkung, es sei niemandem verwehrt, auf der Kerntangente langsamer zu fahren, zeigt deren Leiter Karl-Heinz Wetzig sein wahres Gesicht. Dort, wo Fußgänger gefährdet sind, muss für Autofahrer eine angemessene Geschwindigkeit zwingend vorgeschrieben sein. Als Leiter einer Verkehrsbehörde müsste Herr Wetzig das wissen, und es wäre seine dienstliche Pflicht, auch die Interessen der schwächeren Verkehrsteilnehmer im Auge zu behalten. Aber was soll man schon von dem Leiter einer Verkehrsbehörde erwarten, der auch an der Bahnhofstraße eine Lösung blockiert, die dort den Bedürfnissen der Fahrschüler gerecht werden würde, fragen sich die Eutiner Grünen. Als Fehlplanung in finanzieller Hinsicht hat sich die Kerntangente auch erwiesen: Für den Bau musste in 2008 ein Nachschlag in Höhe von 220.000,- Euro und in 2009 ein Nachschlag in Höhe von 210.000,- Euro bewilligt werden. |
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