Die Grünen treten für den Einsatz energiesparender LED-Leuchten ein, aber auch hier gibt es verschiedene Modelle, was eine sorgfältige Auswahl erfordert. Henning von Schöning hat hierzu am 8. Juni 2009 Position bezogen:

Konzept für moderne Straßenbeleuchtung

Die Grünen begrüßen den Vorschlag der Bürgergemeinschaft Eutin, grundsätzlich darüber nachzudenken, welchen Stil die Beleuchtungskörper für die Eutiner Straßen haben sollen. Im Rahmen des Klimaschutzkonzepts wird demnächst ein Straßenbeleuchtungskataster erstellt werden, das aufzeigen wird, wie hoch der Stromverbrauch der Lampen für die Straßenbeleuchtung ist. Dann wird unter dem Aspekt der Energieeinsparung und damit des Klimaschutzes nach Vermutung der Eutiner Grünen eine stattliche Anzahl an Leuchten ausgewechselt werden müssen. Hierdurch bietet sich die einmalige Chance, viele Bausünden der Vergangenheit auszubügeln.

Die Grünen wollen, dass der Einsatz der LED-Technik einer gestalterischen Linie folgt, damit dem Sammelsurium an herkömmlichen Natriumdampf-Hochdruck-Leuchten nun kein Sammelsurium an LED-Leuchten hinzugefügt wird. Deren Formenvielfalt ist allerdings nicht so groß, weil ihr Erscheinungsbild durch den Zweck bestimmt ist, mit geringem Energieaufwand gute Beleuchtungsergebnisse zu erzielen. LED-Leuchten müssen übrigens als moderne Technik auch modern aussehen dürfen, sind aber meist eher unauffällig.

Die Entscheidung des Bauausschusses vom 3. Juni für LED-Leuchten an der Riemannstraße halten die Grünen von der Technik her für richtig, vom Gestalterischen her für überstürzt. Die nächste Entscheidung über die Auswahl von LED-Leuchten sollte dann nicht nur für eine Straße, sondern für alle Straßen, deren Beleuchtungstechnik viel Strom verbraucht, gefasst werden. Dazu sollte die Denkmalpflege rechtzeitig einbezogen werden, weil dann auch die Altstadt betroffen sein wird.

Die SPD hat zeitgleich mit den Grünen einen Vorstoß unternommen, nach dem weitere Modelle für LED-Leuchten in die Entscheidungsfindung einbezogen werden sollen. Die CDU hat sich mit diesem Verfahren einverstanden erklärt.

Ein Jahr später, im Juni 2010, waren die LED-Leuchten in der Riemannstraße installiert. Darüber wurde groß auf der Titelseite des Ostholsteiner Anzeigers berichtet, was einen Leserbrief nach sich zog. Henning von Schöning hat dazu in einem weiteren Leserbrief Stellung bezogen:

Als ich am 18. Juni im OHA den Leserbrief von Reinhold Sommer zu den neuen Straßenlampen in der Riemannstraße gelesen habe, war ich so verwundert, dass ich mir noch einmal den OHA vom 15. Juni aus dem Altpapierstapel herausgesucht habe. Dort steht nicht nur, dass LED-Lampen in der Anschaffung teurer als konventionelle Lampen sind. Dort steht auch, dass diese weniger Energie- und Wartungskosten verursachen. Wieso hat der Leserbrief-Schreiber Reinhold Sommer letzteres nicht zur Kenntnis genommen? Was soll diese „Geiz ist geil“-Mentalität bei Anschaffungen? Im Haushalt der Stadt Eutin sind 185.000 Euro an Stromkosten allein für die Straßenbeleuchtung veranschlagt. Billig, billig beim Kaufpreis heißt teuer, teuer im Stromverbrauch. Billigprodukte belasten nachhaltig die Stadtkasse. Und dann gibt es noch die Folgekosten des Energieverbrauchs, die im Interesse unserer Kinder ebenfalls zu bedenken sind. Wer bezahlt die Lagerung des Atommülls? Wer trägt die Kosten, die der Klimawandel verursachen wird?
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