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Grüne in Eutin. Jetzt. Für Morgen. |
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In der Sitzung des Ausschusses am 11. Juni 2009 wurde eine lange Tagesordnung der CDU/FDP-Mehrheit durchgepeitscht. Unser Ausschussmitglied Jörg Sommerfeld hat seine Einsprüche vorgetragen und einige davon anschließend auch für die Presse verschriftlicht:Grüne kritisieren drohende Discounter-Flut in Eutin |
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Die jüngsten Beschlüsse des Ausschusses für Stadtentwicklung zur Ansiedlung eines Lidl-Marktes in Neudorf und eines Netto-Marktes an der Weidestraße stoßen auf Ablehnung der Eutiner Bündnisgrünen. Jörg Sommerfeld: Die CDU/FDP-Mehrheit betreibt hier keine zielgerichtete Stadtentwicklung, sondern willenlose Planung auf Zuruf. Nachteile für Stadtbild und den Einzelhandel in der Innenstadt werden dabei billigend in Kauf genommen. Wir verkennen nicht, dass die Ansiedlung von Discountern in ausgewiesenen Mischgebieten nicht gänzlich zu verhindern ist. Jedoch ist es unangemessen, allen Wünschen der Projektentwickler nachzugeben. Sommerfeld: Die Projektentwickler kommen einmal nach Eutin, pauken ihren Plan durch und haben ihr Geld verdient. Sie haben selten städtische Gemeinwohlbelange im Fokus. Umso mehr muss der Ausschuss hier aufmerksam sein und handeln. Das ist hier unterblieben. In Neudorf dominiert der künftige Lidl-Markt durch Lage und weithin sichtbares, hohes Gebäude die Mostereikoppel, in der ursprünglich ein Miteinander von Wohnen und Kleingewerbe geplant war. Eine positive Ortseingangssituation wird damit verbaut; der Ortseingang Neudorf ist dann von den neueren aus dem Boden gestampften Gewerbegebieten im Lande kaum zu unterscheiden. Wer möchte dort die nebenbei ausgewiesenen Bauplätze kaufen? |
Für das Stadtbild noch negativer wäre der drohende Netto-Markt mit seinem 40 x 37 Meter großen Baukörper an Weide- und Bgm.-Steenbock-Straße. Hier gibt der Ausschuss leichtfertig seine Verhandlungsposition auf. Mit Ausnahme von drei Fenstern in der Front zur Weidestraße konnte der Planer nahezu seine Maximalvorstellung eines schmucklosen Zweckbaus durchsetzen. Während in Sachen Lidl der Satzungsbeschluss durch die nächste Stadtvertretung kaum abwendbar sein dürfte, steht bei Netto das Planungsverfahren noch am Anfang. Die Grünen setzen darauf, dass in der Phase der Auslegung des Entwurfs viele Bürger/innen Anregungen und Bedenken vorbringen, damit der Ausschuss sich ernsthaft damit auseinandersetzen muss. Nach den bisherigen Beratungen sehen wir aber noch eine Chance, dass die FDP, die zeitweise unseren Bedenken zugänglich war, einlenkt. So könnte Schlimmeres für Ortsbild, Einzelhandel und Verkehrssicherheit verhindert werden. |
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