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Grüne in Eutin. Jetzt. Für Morgen. |
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Nach Gesprächen mit der Schulleiterin der Realschule und dem Schulleiter der Hauptschule haben sich Renate Empen und Jörg Sommerfeld am 28. Januar 2008 so positioniert:Eutiner Grüne befürworten Gemeinschaftsschule |
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Die Realschule und die Hauptschule der Stadt Eutin müssen sich durch das neue Schulgesetz zu einer Schule zusammenschließen. Die Frage, ob eine Regional- oder Gemeinschaftsschule entstehen soll, ist noch offen. Jörg Sommerfeld und Renate Empen haben das Gespräch mit der Schulleiterin der Wilhelm-Wisser-Schule und dem Schulleiter der Schule Am Kleinen See gesucht. Dabei konnten sie folgende Übereinstimmungen feststellen: In beiden Schulen wird der gemeinsame Unterricht aller Schülerinnen und Schüler in Klasse 5 und 6 für richtig und sinnvoll befunden. Das Ziel beider Schulen ist es, allen Kindern mit ihren ganz unterschiedlichen Begabungen einen guten Schulabschluss zu ermöglichen. Nun zu den Kontroversen: In der Wisser-Schule wird das pädagogische Prinzip der Gemeinschaftsschule befürwortet. Das Kollegium hat sich einstimmig entschieden, diesen neuen Weg zu beschreiten. Jörg Sommerfeld: Aus eigener Anschauung haben wir großes Vertrauen in die pädagogische Arbeit an der Realschule und sind von dem gefassten Beschluss überzeugt. |
Die Schulkonferenz der Hauptschule hat sich gegen eine Gemeinschaftsschule in Eutin entschieden. Der Hauptgrund ist die Sorge, dem einzelnen Schüler nicht mehr gerecht werden zu können. Bei einer noch stärkeren Differenzierung des Unterrichtes ist eine bessere räumliche und personelle Ausstattung nötig. Renate Empen: Wir nehmen die vorgetragenen Bedenken des Schulleiters sehr ernst. Junge Menschen müssen heute nicht nur einen guten Schulabschluss haben, sondern auch die Bereitschaft zum lebenslangen Lernen mitbringen. Diesen veränderten Anforderungen kann nach Überzeugung der Eutiner Grünen die Gemeinschaftsschule am besten gerecht werden. Jörg Sommerfeld: Gute Bildung und Freude am Lernen sind das Rüstzeug, das unsere Kinder für die Zukunft brauchen. Trotz zahlreicher Gespräche zwischen den Schulen, die Übereinstimmungen bei der Bewertung der Schulentwicklung in Eutin ergaben, konnte bisher keine einvernehmliche Lösung gefunden werden. Deshalb unser Appell: Wo das Wohl von Kindern im Vordergrund steht, muss es möglich sein, sich im Dialog die Hand zu reichen. Alle Beteiligten können im Konzept zur Gemeinschaftsschule auch Anforderungen an personelle und räumliche Ausstattungen festschreiben. |
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Den Beschluss der Eutiner CDU-Fraktion zugunsten einer Regionalschule hat Renate Empen am 3. Februar 2008 so kommentiert:Grüne verschicken blauen Brief an die CDU |
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Alle Argumente, die die Eutiner CDU-Fraktion für die Regionalschule genannt hat, sind im Prinzip richtig. Für die aktuelle Situation an den Eutiner Schulen sind sie schlicht falsch. Die Schülerzahl an der Hauptschule wird so dramatisch sinken, dass eine der Situation angemessene Lösung gefunden werden muss. Das Problem: Laut Schulentwicklungsplan wird schon im kommenden Schuljahr 2008/09 nur noch eine Klasse mit lediglich 15 SchülerInnen entstehen. Diese Entwicklung bleibt bis 2013 unverändert. Es werden jedes Jahr nur noch 13 bis 16 Kinder zur Hauptschule gehen. Ein Hauptschulzweig mit einer halben Klassenstärke hat keine Chance auf einen besonders guten Unterricht. Für wenige SchülerInnen gibt es nur wenige Lehrerstunden, d. h. wenig Unterricht. Wie unter diesen Bedingungen für schwächere SchülerInnen eine flexible Ausgangsphase gebildet werden soll, bleibt ein mathematisches Rätsel. |
Die Grundaussagen beider Eutiner Schulen, der Verwaltung und der Elternwille bleiben bei der Entscheidung der CDU-Fraktion völlig unberücksichtigt. Obwohl alle Beteiligten das lange gemeinsame Lernen positiv bewerten, gibt die CDU diesen Meinungen kein Gewicht. Die Entscheidung für eine Regionalschule in Eutin hat ausschließlich politische Gründe und ist weder pädagogisch sinnvoll, noch mathematisch möglich. Renate Empen: Seit Dezember haben Jörg Sommerfeld und ich mehrfach die Diskussion mit der CDU gesucht. Wir wurden stets vertröstet und abgewiesen. Auch unsere Anregung im Januar eine öffentliche Diskussion im Schulausschuss zu führen, traf auf taube Ohren. Dass die CDU-Fraktion sich mit dem Thema Schule schwer tut, wundert uns nicht. Die meisten Stadtvertreterinnen und Stadtvertreter haben weder schulpflichtige Kinder, noch haben sie Gespräche mit den Schulen und Eltern geführt. |
Die Ostholsteiner Lokalzeitungen haben diese Stellungnahme von Renate Empen ihren Lesern sachlich richtig zur Kenntnis gebracht. Die Eutiner CDU reagierte hierauf am 6. Februar 2008 mit einer Pressemitteilung, die ein falsches Zitat enthält: |
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Drei CDU-Stadtvertreter zitieren Renate Empen in einer den Sinn entstellenden Art und Weise wie folgt: Dass die CDU-Fraktion sich mit dem Thema Schule schwer tut wundert uns nicht: die meisten haben keine Kinder. Die drei entgegnen dazu: Zu dem Kreis der CDU-Fraktion und den bürgerlichen Mitgliedern gehören alleine 7 Eltern mit zusammen 11 Kindern im noch nicht bzw. gerade schulpflichtigen Alter, hinzukommen noch diejenigen, die Kinder zwischen 7 und 18 Jahren haben! Man achte darauf, wie der letzte Absatz aus der Erklärung der Grünen vom 3. Februar 2008 verkürzt und damit verfälscht wird. Zu den schulpflichtigen Kindern und vor allem zu nicht geführten Gesprächen mit den Betroffenen schweigen sich die drei CDU-Vertreter aus. |
Richtig zitieren tun wir Grünen jetzt aber Jörg Bendorf, den Vorsitzenden des CDU-Ortsverbandes Eutin. Im Gespräch mit dem Ostholsteiner Anzeiger sagte er am 21. Februar 2008 über den von ihm geführten Verein: Das ist ein Ortsverband, der sehr streitbar ist und in dem es Leute gibt, die ihre persönlichen Interessen voranstellen. Das muss man nicht überbewerten, das war immer so. Wir Eutiner Grünen stimmen Herrn Bendorf in seiner Charakterisierung der Eutiner CDU zu. Seine resignierende Haltung, dass man das nicht überbewerten, sondern sich mit dem selbstsüchtigen Politikstil einiger CDU-Leute abfinden solle, teilen wir indes nicht. Ein dialogorientierterer Stil bei der Entscheidungsfindung im Eutiner Rathaus ist möglich, wenn Herr Bendorfs Partei ihre absolute Mehrheit in der Stadtvertretung verliert. |
Was einige Monate währt ...: Bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2008 haben die Bürgerinnen und Bürger Eutins entschieden, dass in der Stadt keine absolute CDU-Mehrheit mehr das Sagen haben soll. In der ersten Sitzung der neuen Stadtvertretung am 25. Juni 2008 wurde mit den Stimmen von SPD, Grünen, Freien Wählern und FDP beschlossen, in Eutin eine Gemeinschaftsschule statt einer Regionalschule entstehen zu lassen. |
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